Geschichte des Pastoralverbundes Delbrück

Bisherige Pastoralverbünde

Vor der Errichtung des Pastoralverbundes Delbrück bestanden in der Stadt Delbrück folgende Pastoralverbünde:

Pastoralverbund Delbrück und Sudhagen

Der Pastoralverbund Delbrück und Sudhagen wurde zum 01.07.2003 errichtet. Er wurde aus der Pfarrei St. Johannes Bapt. Delbrück und der Pfarrvikarie St. Elisabeth Sudhagen gebildet. Sitz des Leiters war die Pfarrei St. Johannes Bapt. Delbrück.

Pastoralverbund Boke-Ostenland

Der Pastoralverbund Boke-Ostenland wurde zum 01.08.2003 errichtet und umfasste die Pfarreien St. Landolinus Boke und St. Joseph Ostenland. Sitz des Leiters war die Pfarrei St. Landolinus Boke.

Pastoralverbund Westenholz-Westerloh

Der Pastoralverbund Westenholz-Westerloh wurde zum 01.12.2003 als Zusammenschluss der Pfarrei St. Joseph Westenholz mit der Pfarrvikarie St. Meinolf Schöning, der Pfarrei Herz Jesu Lippling und der Pfarrvikarie Steinhorst gebildet.

 
 

Errichtung des Pastoralverbundes Delbrück

Zum 1. Januar 2010 trat das 2. Zirkumskriptionsgesetz des Erzbistums Paderborn in Kraft.  Hierin wurde festgelegt, dass im Jahr 2012 die drei bisherigen Pastoralverbünde auf dem Gebiet der Stadt Delbrück zu einem großen Pastoralverbund zusammengelegt werden sollten. Dieser Zeitplan ermöglichte es, sich auf die neue Situation vorzubereiten.

Vor der Errichtung des Pastoralverbundes Delbrück wandte sich Dechant Pfarrer Dr. Thomas Witt im Juli 2012 in einem Brief an die Gläubigen im Stadtgebiet:

Brief an alle Gläubigen im Stadtgebiet

Liebe Gemeinden innerhalb der Stadt Delbrück!

Sie werden alle schon wissen, dass die bisherigen Pastoralverbünde Delbrück-Sudhagen, Westenholz-Westerloh und Boke-Ostenland im Herbst zu einem Pastoralverbund verbunden werden. In vielen Ausschüssen, die aus allen Gemeinden bestückt sind, laufen schon die Vorbereitungen für den Tag der Errichtung am 9. September.

In der vergangenen Woche haben sich alle Priester, Diakone und Gemeindereferentinnen für drei Tage zu einer Klausur zurückgezogen. In dieser Zeit haben wir Wege zueinander und miteinander gesucht; wir haben unsere Glaubens- und Berufungsgeschichten miteinander geteilt; wir haben uns ein Bild unseres großen Raumes verschafft und auch erste Absprachen für das weitere Vorgehen getroffen. Diese gemeinsamen Tage waren sehr erfreulich: Es wurde deutlich, dass wir dieselben Anliegen teilen und es wuchs der Wille, in Zukunft gemeinsam für die Gemeinden zu arbeiten.

Wir wissen, dass für viele von Ihnen die anstehenden Entwicklungen mit großen Fragezeichen versehen und mit vielen Ängsten verbunden sind. Und das geht nicht nur Ihnen so. Auch wir stehen vor vielen Fragen, deren Antwort wir noch nicht kennen. Deshalb ist es uns allen ein Anliegen, Sie so gut wie möglich über das zu informieren, was schon klar ist. Das löst nicht alle Probleme, kann aber zumindest die unbegründeten Ängste nehmen. Deshalb möchte ich Ihnen in Kürze vorstellen, wie es im Herbst weitergehen wird.

Die Errichtung des künftigen Pastoralverbundes Delbrück wird zum 01.09.2012 erfolgen. Rechtlich bedeutet das, dass die bisherigen Pfarrer in Westenholz und in Boke auf die Stelle als Pfarrer (d.h. Leiter der Gemeinde) verzichten werden und ich die Verwaltung aller Gemeinden als Pfarrer bzw. Pfarradministrator übernehmen werde.

Ich werde damit automatisch Vorsitzender aller Kirchenvorstände. Das ist die erste und – zumindest am Anfang – weitreichendste Veränderung.

Wir haben gemeinsam vereinbart, dass es aber weiterhin räumliche Zuordnungen geben wird. Zunächst werden also die Mitglieder des Pastoralteams in dem Bereich weiterarbeiten, in dem sie bisher gearbeitet haben. Die jeweiligen Priester bleiben die Erstansprechpartner in allen seelsorglichen Fragen; auch die Diakone und Gemeindereferentinnen übernehmen weiterhin die Aufgabenfelder, die sie bisher hatten. Es war uns wichtig, dass es in allen Gemeinden verläßliche Partner und Gesichter gibt. Darüber hinaus brauchen auch wir eine Beheimatung, die der große neue Raum so nicht bieten kann.

Dennoch wird nicht einfach alles beim Alten bleiben. Jedes Mitglied des Teams wird mindestens eine Aufgabe übernehmen, die über das bisherige Aufgabenfeld hinausreicht. Jeder wird an anderer Stelle bei neuen Ausschüssen mitwirken, die die zukünftige Pastoral entwickeln sollen. In diese Ausschüsse sollen aber auch viele Gemeindemitglieder aufgenommen werden. Alle zusammen sollen sich auf die Suche machen. Im ersten Jahr werden wir zwar z.B. die Vorbereitung der Erstkommunion und der Firmung so durchführen, wie es bisher war. Innerhalb dieses Jahres werden aber gemeinsame Konzepte erarbeitet, die dann im folgenden Jahr Anwendung finden und für den gesamten Verbund gelten werden. Einige Verschiebungen wird es im Bereich der Begleitung der Vereine und Verbände geben. Insgesamt werden alle Mitglieder des Pastoralteams ihre Aufgaben einmal durchforsten und hier und da etwas streichen, um Zeit zu gewinnen für das Durchdenken und Durchbeten neuer Aufgaben und Wege. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

Unser Ziel ist es nicht, einfach die bisherigen Strukturen mit in Zukunft weniger Personal aufrechtzuerhalten, sondern wir wollen Wege suchen, auch in Zukunft dem Evangelium Jesu durch uns und unser Leben ein Gesicht zu geben, damit es den Menschen leuchten kann. Damit das gelingen kann, wird es Veränderungen geben müssen. Welche – danach wollen wir gemeinsam suchen, denn niemand von uns hat ein Patentrezept dafür, wie es am besten weitergeht. In unserem Team teilen wir aber die Zuversicht, daß der Herr uns auch in Zukunft gute Wege führen wird. Eine eigene Gruppe wird sich deshalb auch mit der Frage der Evangelisierung beschäftigen – jenseits der bisher bekannten Wege und Methoden.

Im Namen aller beteiligten Priester, Diakone und Gemeindereferentinnen bitte ich Sie herzlich, sich mit uns auf die neuen Wege einzulassen, die der Herr uns zeigen wird. Diese Wege werden wahrscheinlich viele Überraschungen mit sich bringen. Wir werden Entwicklungen erleben, die wir vielleicht nicht für möglich hielten, und die uns doch zeigen werden, daß ein Weg mit Gott immer der richtige Weg ist.

Ich bitte Sie auch darum, intensiv unsere geplante Gebetsnovene mitzutragen. Neun Tage lang wollen wir gemeinsam den Himmel bestürmen und um seinen Beistand für uns bitten. Neun Tage ununterbrochenes Gebet – das wird nicht folgenlos bleiben.

Liebe Schwestern und Brüder, Jesus verheißt seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß!" Das gilt auch heute. Wenn wir uns alle mit unseren unterschiedlichen Begabungen in seinen Dienst nehmen lassen, dann kann die Ernte Gottes eingefahren werden. Helfen Sie dabei mit!

Ihr

Pfarrer Dr. Thomas Witt

Vor der Errichtung des Pastoralverbundes Delbrück mussten die beiden vorher noch installierten Pfarrer Martin Göke (St. Landolinus Boke und Pastoralverbund Boke-Ostenland) und Jürgen Hülseweh (St. Joseph Westenholz und Pastoralverbund Westenholz-Westerloh) dem Erzbischof ihren Verzicht auf die Leitungsämter der Pfarreien und Pastoralverbünde anbieten.

Erzbischof Hans-Josef Becker nahm beide Amtsverzichte an und errichtete unter Aufhebung der bisherigen Pastoralverbünde den neuen Pastoralverbund Delbrück.

Zum Leiter dieses neuen Pastoralverbundes ernannte er - wie im 2. Zirkumskriptionsgesetz festgelegt - den damaligen Pfarrer der Pfarrei St. Johannes Bapt., Dr. Thomas Witt. Dieser wurde gleichzeitig durch den Generalvikar zum Pfarrverwalter bzw. Verwalter aller Pfarreien und Pfarrvikarien des Pastoralverbundes ernannt. Er erhielt damit neben der Leitung des Pastoralverbundes auch die Leitung aller Gemeinden des Pastoralverbundes.

Die Errichtung des neuen Pastoralverbundes wurde am Sonntag, 9. September 2012 mit einem Festhochamt und einem Fest der Begegnung gefeiert.

Geistlich wurde die Errichtung des Pastoralverbundes mit einer neuntägigen durchgehenden Anbetung (Novene) in der Zeit vom 30. August bis 8. September vorbereitet. Die Anbetung fand abwechselnd in allen Kirchen des Pastoralverbundes statt.

Die Novene sowie die Feierlichkeiten zur Errichtung wurden in Projektgruppen unter der Federführung von Rudolf Voß vorbereitet.

 
 

Aktuelles

Nach dem Amtsverzicht von Pfarrer Dr. Witt im Rahmen seines Wechsels in das Amt des Vorsitzenden des Diözesancaritasverbandes Paderborn ernannte der Erzbischof Pfarrer Dirk Gresch zum Leiter des Pastoralverbundes und aller Gemeinden.

Pfarrer Dirk Gresch leitete den Pastoralverbund bis zum 31. Mai 2015.

Seit dem 1. Juni 2015 wird der Pastoralverbund von Pfarrer Bernd Haase geleitet, der diese Aufgabe zusätzlich zu seinen Aufgaben als Leiter des Pastoralverbundes Hövelhof und als Dechant des Dekanates Büren-Delbrück übernommen hat. Pfarrer Haase hat anlässlich seiner Amtsübernahme in einem Brief an die Gemeinden die Zukunft des Pastoralverbundes in den Blick genommen:

Brief an die Gemeinden von Pfarrer Bernd Haase anlässlich seines Amtsantrittes

Sehr geehrte Gemeindemitglieder, liebe Schwestern und Brüder, liebe Jungen und Mädchen in den Gemeinden des Pastoralverbundes Delbrück!

Zum 1. Juni hat der Herr Erzbischof mich zum Pfarrer von Delbrück und zum Leiter des Pastoralverbundes Delbrück ernannt. Obwohl dieser Stellenwechsel sowohl für Sie als auch für mich überraschend gekommen ist, bin ich dem Erzbischof dankbar für sein Vertrauen und sehe meiner neuen Aufgabe mit Freude und Zuversicht, aber auch mit
großem Respekt entgegen.

Meine Einführung als Pfarrer von Delbrück wird am 13. September sein. Spätestens in den Wochen danach möchte ich die einzelnen Gemeinden des Pastoralverbundes besuchen und mich dort im Gottesdienst persönlich vorstellen.

Die Herausforderungen und Veränderungen dieser Zeit verlangen uns als Kirche und jedem einzelnen Christen eine Menge ab. Aber ich bin mir sicher, dass der Herr seiner Kirche und die Kraft des Heiligen Geistes in unseren Tagen nicht weniger wirksam sind als in vergangenen Zeiten. In dieser Zuversicht und in diesem Glauben beginne ich meinen
Dienst für Sie alle, aber auch mit Ihnen allen!

Und ich komme in dem Wissen, dass die letzte Zeit nicht für alle von Ihnen leicht war.

Ich freue mich auf die Vielen, die durch ihr Mittun und Mitbeten das kirchliche Leben in den Gemeinden des Pastoralverbundes Delbrück gestalten und prägen – ehrenamtlich wie hauptberuflich – und die sich gerufen und gesandt wissen, an ihrem Ort und mit ihren Kräften und Begabungen Glaube und Kirche vor Ort lebendig werden zu lassen – genau das ist das Anliegen der Pastoral der Berufung!

Ich bin neugierig auf die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Pastoralteams, den Mitgliedern der Kirchenvorstände und des Gesamtpfarrgemeinderates und all denen, die in den Verbänden und Gruppierungen Verantwortung übernehmen.

Besonders freue ich mich über all jene, die durch ihr persönliches Gebet und durch die Mitfeier der Gottesdienste bildlich gesprochen das „Rückgrat“ der Kirche im Delbrücker Land bilden, die sich seit alter Zeit unter dem Heiligen Kreuz versammelt. Ohne Sie und ohne das Gebet ist all unser Tun fruchtlos!

Meinem Vorgänger Pfarrer Dirk Gresch wünsche ihm von Herzen alles Gute und Gottes Segen für seinen Neubeginn im Pastoralverbund Erwitte.

Uns gemeinsam ist die Aufgabe gestellt, als Kirche, als Glaubende in die Zukunft zu gehen, den Glauben im Delbrücker Land lebendig zu erhalten – auch in einer neuen Zeit und unter völlig veränderten Bedingungen.

Uns gemeinsam ist die Aufgabe gestellt, das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn, das im Oktober 2014 veröffentlicht und in Kraft gesetzt wurde, zu einer Grundlage unseres pastoralen Handelns zu machen und den Weg zu beschreiten, auf dem der Pastoralverbund Delbrück und der Pastoralverbund Hövelhof ab 2017 – also zwei Jahre früher als ursprünglich geplant – zu einem Pastoralen Raum zusammenwachsen.

Uns gemeinsam ist die Aufgabe gestellt, dem Wirken des Heiligen Geistes die Türen weit zu öffnen, ohne Angst vor dem, was kommt! Ich bitte Sie alle für die uns gemeinsam gestellte Aufgabe um Ihr Gebet, um Ihr Mittun, um Ihre Mitgehbereitschaft auch dann, wenn der Weg schwer wird, wenn es um Abschiede, Veränderungen und Neuanfänge geht. Wichtig ist mir, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen und miteinander im Gespräch bleiben.

Für mich persönlich stellt sich als besondere Herausforderung die Situation, nicht nur Pfarrer von Delbrück und Leiter des Pastoralverbundes Delbrückzu werden, sondern zusätzlich Leiter des Pastoralverbundes Hövelhof und auch Dechant des Dekanates Büren-Delbrück zu bleiben. Meine Zeit und Kraft, aber auch meine Präsenz werden sich damit auf diese unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten verteilen. Ich ahne, dass es nicht leicht sein wird, die einzelnen Bereiche in einem guten Gleichgewicht zu halten. Vermutlich werde ich in so mancher Situation und
für das ein oder andere Anliegen weniger Zeit haben, als Sie und ich es uns wünschen. Ich hoffe, dass wir dabei gemeinsam zu einer guten Lösung kommen; bitte sprechen Sie mich an, wenn es aus Ihrer Sicht ein zu starkes Ungleichgewicht geben sollte!

Dazu gilt es, sich bis zum Jahr 2024 – vermutlich aber schon ab 2017 – auf eine deutliche Reduzierung des pastoralen Personals einzustellen, die zum Beispiel auch zu einer deutlich spürbaren Verringerung der Anzahl der Heiligen Messen führen wird und nach einer neuen Gottesdienstkultur verlangt, die es gemeinsam zu entwickeln gilt.

Wichtig ist, Kirche vor Ort lebendig zu erhalten in Liturgie, Caritas und Verkündigung des Glaubens; den Blick zu weiten auf den Pastoralen Raum hin. Diesen Weg haben Sie im Jahr 2012 auf eine gute Weise begonnen; ich hoffe, dass wir an diese ermutigende Erfahrung anknüpfen können!

Möge das Heilige Kreuz, möge der Gekreuzigte und Auferstandene, der der Herr seiner Kirche ist, uns auf diesem Weg begleiten, so wie er die Emmausjünger begleitet hat: zu trösten, zu stärken, zu ermutigen, zu deuten, den Weg zu weisen und bei uns zu bleiben, damit auch wir IHN erkennen im Brechen des Brotes, damit auch unser Herz für
IHN brennen kann.

In der Vorfreude auf viele gute Begegnungen und ein erstes Kennenlernen in den nächsten Wochen grüßt Sie und Euch herzlich

Bernd Haase, Pfarrer

 
 

Ausblick

Entsprechend der Festlegungen im Zirkumskriptionsgesetz wird der Pastoralverbund Delbrück spätestens im Jahr 2019 mit dem Pastoralverbund Hövelhof zu einem großen Pastoralverbund zusammengelegt, der dann einen Pastoralen Raum bildet.

 

Anschrift

Pastoralverbund Delbrück
Kirchplatz 8
33129 Delbrück

Kontakt

Telefon: 05250 53212
Telefax: 05250 9369909
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