23.03.2018

Chor- und Orchesterkonzert in St.Joseph Westenholz

„Schwabenkindermesse“ und „Requiem for the Living“ - 2 Werke zeitgenössischer Komponisten 

Am Sonntag, 22. April um 18:00 Uhr, findet in der Pfarrkirche St. Joseph in Westenholz ein besonderes Konzertereignis statt. Auf dem Programm stehen zwei Werke von zeitgenössischen Komponisten, die tief berühren, Tradition und Neues grundlegend verbinden und bei den Hörern gewiss bewegende Eindrücke hinterlassen werden.

Erster Programmpunkt ist das Werk „Die Schwabenkindermesse“ von Enjott Schneider. E. Schneider, Professor für Filmmusik in München und bekannt durch zahlreiche Vertonungen ausgezeichneter Dokumentar- und Kinofilme (wie „Schlafes Bruder“, „Stalingrad“, „Vatikan – die verborgene Welt“, „Wunder von Leipzig“) versteht es meisterhaft, den Hörern und den Ausführenden durch die Musik bildhaft Szenerie, Aussage oder Hintergründe vor Augen zu führen. Mit der Musik, die im Film die Erlebnisse der armen Kinder begleitet, und „Zitaten“ aus der „Cäcilienmesse“ des romantischen Komponisten Gounod lenkt das Werk seinen Blick auf die zahlreichen Kinderschicksale in der heutigen Welt. Erstmals in der Musikgeschichte ist mit diesem Stück aus einer Filmmusik ein geistliches Musikwerk entstanden.

Ein weiteres Werk, das in den letzten fünf Jahren schon weltweite Anerkennung gefunden hat, ist das „Requiem for the Living“ des jungen amerikanischen Komponisten Dan Forrest. Dazu sagte der Komponist: „Requiem bedeutet Ruhe, ich war nicht nur daran interessiert, für die Verstorbenen zu beten, sondern für die Ruhe für all jene von uns, die leben und hier auf der Erde sind.“ Den groben Rahmen dieser Komposition bildet das traditionelle liturgische Requiem der Kirche. Aber dieses Werk zieht ein „Requiem“ für die Lebenden bewusst mit ein und stellt die Frage: „Wie kann es auf der Welt in den alltäglichen Auseinandersetzungen mit persönlichen Eitelkeiten, Streit, Schmerz und Leid gelingen, zu einer endgültigen Ruhe zu finden? Zwei Eindrücke des Komponisten prägen die Musik des gesamten Werkes: Die Aussagen und Filme von Weltraumfahrern, die aus dem All unseren blauen Planeten so ruhig und friedvoll erscheinen lassen und sein Blick durch das „Hubble Weltraumteleskop“, der ihm die stille Größe und Unermesslichkeit des Universums vor Augen führte. So entführt Forrest die Hörer wie auch die Ausführenden durch seine Musik immer wieder in eine bildhaft „schwebende Ruhe“.

Zunächst wurde in Deutschland die Fassung für Chor und Kammerorchester aufgeführt, aber inzwischen wurde ergänzend eine große Orchesterfassung erstellt, die nun von einem großen Gemeinschaftschor, zusammengesetzt aus dem Kirchenchor St. Cäcilia Westenholz, der Chorgemeinschaft Mastholte, dem Jugendchor St. Jakobus Mastholte und Jugendlichen der Jugend-Musical-Bühne Rietberg (JMBR), und mit dem sinfonischem Orchester Opus 7, Harfe und Orgel in der Pfarrkirche St. Joseph in Westenholz erstmals in Deutschland aufgeführt wird. Mit Louisa Veltin und Sarah Brandtönies übernehmen zwei Mitglieder der JMBR die Sopran-Soli-Parts und Lennart Hoyer von der Musikhochschule Detmold den Tenorpart. Engelbert Schön spielt die Orgel.

Die Gesamtleitung dieses außergewöhnlichen Orchester- und Chorkonzertes liegt in den Händen von Chorleiter Paul Leo Leenen.

Erwähnenswert ist auch, dass der Landtagspräsident, André Kuper, die Schirmherrschaft für dieses Konzert übernommen hat.

Karten für das Konzert sind zum Preis von 10,- € ( 5,- € Kinder) an der Abendkasse oder ab sofort im Vorverkauf in der Lottoannahmestelle Hansel in Westenholz und in der Bäckerei Böwingloh in Mastholte sowie bei allen Chormitgliedern erhältlich.

Schwabenkindermesse und Requiem for the Living
 

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