Die Pfarrkirche St. Joseph zu Ostenland

Film

Eindrücke einer Kamerafahrt durch die Pfarrkirche.

Mit freundlicher Genehmigung von KFDAP.TV
http://www.youtube.com/user/AndreasPoehler

Geschichte der Pfarrkirche

1856 wird nach den Plänen des Diözesanbaumeisters Güldenpfenning mit dem erforderlichen Neubau der Kapelle begonnen. Der Bau wird Ende 1857 fertig gestellt. Der Bau kostete damals 6000 Taler wovon 5000 von der Kreisparkasse geliehen wurde. Zu Weihnachten, am 23. Dez. 1857 benefiziert Dechant und Pfarrer Weidenreich, die neue Kirche auf das Patorzinium St. Josef, ohne einen Grund für den Patronizienwechsel anzugeben.

1901 werden in Ostenland drei neue Glocken, vom Glockengießer Humpert in Brilon, bestellt. Diese kosteten 1350 Mark und wurden aus privaten Stiftungen abgedeckt. Die größte wurde geweiht „Ad majorem Die gloriam et nostram salutem, die mittlerste sollte dem heiligen Josef geweiht werden und die kleinste „Ad honorem sanctae Mariae virginis“. Die alte Glocke, die 1869 angeschaffte wurde, verkaufte man nach Westerwiehe. 

Im April 1915 kommt Hubert Fuest als Pfarrvikar in die Pfarrei. Ihm ist vor allem der Kirchbau sehr wichtig ist und so sammelte er bis zum Jahr 1919 60.000 Mark. Darauf hin darf 1920 mit dem Bau einer Kirche begonnen werden. Der Bau wurde 1922 abgeschlossen.

Die Kirche am 31. Mai 1922 fertig gestellt und durch Pfarrer Diekhoff aus Delbrück eingeweiht. Generalvikar Rosenberg hielt am Nachmittag eine Dankandacht.

1931 deckt ein Gewittersturm das Kirchendach ab. Durch Architekt Happen wird nun ein kleines Kupferdach auf dem Chor aufgesetzt. Ferner werden eine 14 Zentner (700 kg) schwere Glocke, eine neue Turmuhr und 10 neue Kirchenfenster angeschafft.

1943 ist die Kirche vom Krieg fast verschont geblieben und einer neuer Taufstein wird angeschafft.

1962 wird nach einer Vollversammlung der Gemeinde der Umbau der Kirche unter Leitung des Dombaumeisters Aloys Dietrichs in Angriff genommen. Der Umbau kann 1964 abgeschlossen werden.

Am 26. März 1966 werden die neue Orgel und der Hauptaltar von Weihbischof Dr. Nordhues konsekriert.

Eine umfassende Innenrenovierung der Kirche wurde im Jahr 1996 durchgeführt. Bereits im Zuge dieser Renovierung gab es die Auflage, den Chorraum an die Gestaltung des Kirchenschiffes anzupassen.

Im Jahr 2009 wurde eine Außenrenovierung durchgeführt.

Historische Bilder

Segnung des alten Tabernakelkreuzes im Januar 2011

Am Schluss des Festhochamtes anlässlich des Hochfestes der Taufe des Herrn am 9. Januar 2011 konnte Vikar Daniel Jardzejewski ein altes Holzkreuz aus dem Jahre 1857 segnen.

Dieses Kreuz stammt aus der alten Ostenländer Kirche, die 1856/57 nach Plänen von Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig gebaut worden war.

Beim Abriss der alten Güldenpfennig-Kirche im Jahr 1963 wurde der Hochaltar zerstört. Das Kreuz lag nun fast 50 Jahre im Keller von Familie Josef Jungewelter, die es nun an die Gemeinde zurückgab, damit es wieder einen würdigen Platz in der Kirche erhält.Dazu wurde das Kreuz in den letzten Wochen aufwändig restauriert und bekam jetzt zum Ende der Weihnachtszeit wieder seinen ursprünglichen Platz auf dem Tabernakel.

Vikar Jardzejewski erinnerte in seiner Ansprache vor der Benediktion des Kreuzes daran, dass bereits die Eltern, Großeltern und Urgroßeltern von vielen Ostenländern vor diesem über 150 Jahre alten Kreuz gebetet haben. Beispielhaft nannte er die vielen Frauen, die während der beiden Weltkriege vor diesem Kreuz für ihre Männer und Söhne gebetet haben.

Das Kreuz ist somit ein Teil der Ostenländer Geschichte.

Bereits im Jahr 2010 wurde der alte Taufstein aus dem Jahr 1903, der viele Jahre verschwunden war, im Hauptportal der Kirche als Weihwasserbecken aufgestellt und somit wieder einem kirchlichen Zweck zugeführt. Die Restaurierung des Taufsteins wurde durch den Heimatverein möglich gemacht.

Tabernakelkreuz
Tabernakelkreuz
 

Renovierung der Sakristei im Frühjahr 2011

Nach nur knapp zweimonatiger Bauzeit konnte Pastor Daniel Jardzejewski 2011 am Hochfest des Hl. Joseph, des Pfarrpatrons der Ostenländer Gemeinde, die renovierte Sakristei segnen.

In den vorausgegangenen Wochen wurde die alte Sakristei komplett ausgeräumt und aufwändig renoviert. Während unter Pfr. Poschmann im Jahr 1996 eine große Innenrenovierung und im Jahr 2009 die Außenrenovierung der Pfarrkirche durchgeführt wurde, konnte 2011 die Sakristei umfassend saniert und modernisiert werden.

Während vor der Renovierung das WC im Keller untergebracht war und vor allem für ältere Menschen nur schwer oder gar nicht zu erreichen war, ist sie nun ohne Treppe zu erreichen.

Die vorhandene Raumaufteilung und –zuordnung wurde bei der Renovierung geändert.

Der erste große Raum, vorher Messdienersakristei, ist nun die repräsentative Priestersakristei geworden. Der dahinter liegende zweiten Raum, vormals Ankleideraum des Priesters, ist geteilt worden: In einem Teil ist nun das WC untergebracht. In dem anderen Teil finden die Lektoren einen ruhigen Platz, um sich vorzubereiten. Der hintere, große Raum, ist nun für die Messdiener vorgesehen.

Mit Ausnahme der Einrichtung wurde die Renovierung durch das Erzbistum Paderborn bezuschusst. Der dann noch verbleibende Eigenanteil wurde komplett durch Spenden finanziert, so dass für die Gemeinde keine Kosten entstanden.

Die komplette Inneneinrichtung wurde durch die Kunsttischlerei Adolf Vössing aus Beverungen-Jakobsberg aufgearbeitet und neu geschaffen.

Neugestaltung des Chorraumes in der Adventszeit 2011

Das auf der Chor-Rückwand zu sehende Mosaik wurde während der Adventszeit 2011 durch eine Leichtbauwand verkleidet, so dass es nicht zerstört werden musste. Decke und Wände, wie Fensterlaibungen wurden dem Stil der gesamten Ausmalung angepasst, die bei der Restaurierung des Kirchenschiffs im Jahre 1996 bereits freigelegt worden war.

Über der Decke des Zelebrationsaltars befindet sich nun ein geschnitzter Heiliger Geist; während der Eucharistie wird er immer wieder angerufen und in seiner Kraft wird das Evangelium vorgetragen und die Opfergaben von Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt.

An der Stirnwand des Chorraums hat ein alter Hochaltar seinen Platz gefunden, der aus einem aufgelösten Kloster von Anbetungsschwestern stammt. Vor ihm haben über 115 Jahre Tag und Nacht Schwestern Anbetung gehalten. Mit Hilfe einer Fachfirma ist der Altar so verändert worden, dass er dem ursprünglichen Altar der Pfarrkirche ähnelt. Außerdem nimmt er im Zentrum den ersten Tabernakel des Dorfes aus dem Jahr 1857 auf, in dem seit Weihnachten 2011 das Allerheiligste Sakrament wieder seinen Platz hat. Dieser kostbare Tabernakel – von dessen Anschaffung die Chronik berichtet und über den sich die Ostenländer damals sehr freuten, weil erstmals das Allerheiligste im Dorf aufbewahrt werden durfte, stand bis 1996 unter dem Josephsaltar der Pfarrkirche und verschwand dann in einem Abstellraum in der Sakristei.

Die darüber liegende Tabernakelnische wird von einem alten Kreuz gekrönt, welches rechts und links von den zwei alten Passionsengeln flankiert wird. Alle Arbeiten sind meisterliche Schnitzwerke, die aus der alten Ostenländer Pfarrkirche stammen und die in unseren Breiten ihresgleichen suchen. Durch das Können eines Bildhauers und Kirchenmalers aus Südtirol sind sie – sowie der gesamte Hochaltar – aufgearbeitet und zum Teil neu gefasst worden. Triumphkreuz und Passionsengel weisen jetzt wieder auf die Verbindung zum Kreuzwallfahrtsort Delbrück hin, der für die Ostenländer seit Jahrhunderten von großer Bedeutung ist. Dem Kreuz wurde ein Strahlenkranz hinzugefügt, um es optisch leichter wirken zu lassen und auf den Triumph Christi über Tod und Kreuz hinzuweisen. Somit weist der Hochaltar nun auf das Innerste der Eucharistie hin, die in ihm aufbewahrt wird: Christus, der sich auf dem Altar des Kreuzes hingab, besiegt am Kreuz den Tod und schenkt Anteil an seiner Auferstehung. An diesem Geheimnis dürfen die Gläubigen immer wieder während der Feier der heiligen Messe teilnehmen und im Empfang der Eucharistie vollzieht sich in ihnen dieses Geheimnis der Erlösung.

Vor dem Hochaltar steht der aus den alten Materialen neu gestaltete Zelebrationsaltar. Ein Kubus bildet den Sockel, auf welchem vier polierte Messingkuben ruhen, die wiederum die konisch zulaufende Altarplatte tragen. In ihm sind zwei theologische Momente wieder zu finden: Unten der Opferaltar des alten Bundes. Auf ihm ruhen symbolisch für das Zeugnis der vier Evangelisten die vier Messingkuben. Die Botschaft ihrer Evangelien verbürgt uns die Wahrheit Christi und die Überlieferung seines Todes und seiner Auferstehung zur Vergebung unserer Schuld. Die auf diesen Kuben ruhende Platte erinnert an den Mahltisch des letzten Abendmahls. Somit gibt der Zelebrationsaltar die theologischen Dimensionen des Opfers wie des Mahles wieder. Passend zum Zelebrationsaltar ist der Ambo gestaltet worden. Beide überzeugen in ihrer Schlichtheit und geben beredtes Zeugnis einer postmodernen Gestaltung. So findet sich jetzt in der Ostenländer Pfarrkirche eine gut gelungene Synthese alter, aus Ostenland stammender Glaubenszeugnisse und einer neuen, in zeitgemäßer Form gestalteten Altar- und Ambolösung.

Die Kosten der Renovierung des Chorraumes wurden komplett durch Spenden finanziert. Der Pfarrei sind keine Kosten entstanden.

Pfarrkirche Ostenland
Pfarrkirche Ostenland

Anschrift

Auf dem Haupte
33129 Delbrück

Anfahrt

Barrierefreiheit

Zugang für Rollstuhlfahrer

Die Seiteneingänge bieten einen ebenerdigen Zugang zum Kirchschiff. Die Türen sind zu den Gottesdiensten geöffnet. Wir öffnen Ihnen die Türen auch gern außerhalb dieser Zeiten. Melden Sie sich bitte im Pfarrbüro oder bei den Küstern.

 
Ausstattung mit einer Induktionsanlage

Die Pfarrkirche ist mit einer Induktionsanlage ausgestattet (rechte Seite). Bitte stellen Sie Ihre Hörgeräte auf die Position "T".

 

Öffnungszeiten

Die Pfarrkirche ist täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Zugang ist in dieser Zeit in den hinteren Teil der Kirche möglich. Hier erhalten Sie den Pfarrbrief, können Opferkerzen entzünden und zum Gebet vor der Pieta verweilen.

Der Zugang in das Kirchenschiff ist vor und nach den Gottesdiensten möglich. Für Gruppen öffnen wir die Kirche jederzeit gern. Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro in Ostenland oder an das Zentralbüro.

WC

Ein WC befindet sich in der Sakristei. Diese ist während der Gottesdienste geöffnet und von außen zugänglich.

Küster

Den Küsterdienst übernimmt ein Team aus vier Ehrenamtlichen:

 
 

Anschrift

Pastoraler Raum Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof
Kirchplatz 8
33129 Delbrück

Kontakt

Telefon: 05250 53212
Telefax: 05250 9369909
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