Die Pfarrkirche Herz Jesu Lippling

Film

Eindrücke einer Kamerafahrt durch die Pfarrkirche.

Mit freundlicher Genehmigung von KFDAP.TV
http://www.youtube.com/user/AndreasPoehler

Geschichte der Pfarrkirche

1901 wurde die Herz-Jesu-Kirche in Lippling fertiggestellt. Dieses Datum ist aber irreführend, wenn man darin den Beginn des kirchlichen Lebens in Lippling sehen würde. Es ist vielmehr so, dass Lippling im Delbrücker Land und im Grunde die Stammkirche der ganzen Umgebung war.

Die Lipplinger Kreuzkapelle

Nach der Legende gab es am Standort Zur Alten Kapelle in Lippling bereits im 9. Jahrhundert eine Holzkapelle. Für die Delbrücker stellte sie über einen langen Zeitraum das einzige Gotteshaus dar.

Erste urkundliche Erwähnung findet sie 1504. Bekanntheit und Bedeutung erlangte sie vor allem durch die 1496 von Ritter Philipp von Hörde überbrachten angeblichen Partikel des heiligen Kreuzes Jesu.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kapelle weitgehend zerstört. Das Gnadenkreuz kam in die Kirche St. Johannes Baptist in Delbrück.

Nach der Renovierung konnte das Bauwerk 1732 wieder genutzt werden, ein weiterer Umbau erfolgte im Jahr 1800.

Heute ist die Kreuzkapelle Teil des Pfarrheimes der Pfarrei.

Die (neue) Herz-Jesu-Kirche

Der Bau der neuen Herz-Jesu-Kirche vor über 100 Jahren macht deutlich, dass sich der Glaube im Laufe der Jahrhunderte nicht verflüchtigt hatte, sondern dass vielmehr die Kirchengemeinde am Ende des 19. Jahrhunderts so angewachsen war, dass die alte Kreuzkapelle bei weitem nicht mehr ausreichte und man sich entschloss, eine neue Kirche zu bauen.

Im August 1892 kommt Vikar Hermann-Joseph Thielmann aus Paderborn nach Lippling und machte sich bald an das Sammeln von Geldern für die neue Kirche.

Im Jahre 1900 wird nach den Plänen des Architekten Herrn von Fisenne aus Gelsenkirchen mit dem Neubau der Kirche begonnen.

Bauern und Bürger leisten in großzügiger Weise Hand- und Spanndienste. Rund 100 Eichen werden gestiftet. Die Gesamtkosten wurden auf 45.000 RM veranschlagt.

Die neugotische Saalkirche mit eingezogenem polygonal geschlossenem Chor wurde in Ziegelstein errichtet. Der helle Saal mit einem Kreuzrippengewölbe ist einheitlich gehalten.

Am 23.12.1900 war der Rohbau fertiggestellt. Noch am Heiligen Abend wird ein Kreuz auf dem Dach über dem Chor und auf dem Turm angebracht und auf der Turmspitze ein goldener Hahn.

Im Juli 1901 wird dank großherziger Stiftung auch der Innenausbau beendet. Der neugotische Hochaltar wurde 1901 von Ferdinand Mündelein angefertigt.
Der Nebenaltar und die Kanzel von 1901, beide aus Holz, sind eine Arbeit von Christoph Siebe. Das gemalte ehemalige Altarantependium aus Holz, mit der Darstellung der Kreuzauffindung, ist mit 1648 bezeichnet.

Am 24.10.1901 erfolgt die Consekration der neuen Kirche durch H.H. Bischof Wilhelm Schneider, Paderborn.

Der westliche Erweiterungsbau und der Turm wurden 1912 mit Grünsandstein gemauert.

Durch einen Kirchenbrand im Jahr 1956 wurden die Sakristei, der rechte Seitenaltar, der Antoniusaltar sowie das rechte Chorfenster zerstört.

Im gleichen Jahr erfolgt die Renovierung. Die Kanzel wird an die Stelle des rechten Seitenaltars gestellt, das Chorfenster erneuert und der Kreuzweg restauriert.

Nach schweren Sturmschäden der Jahre 1974 und 1976 werden Dach und Gewölbe erneuert und isoliert sowie der untere Turmbereich instandgesetzt.

1986/1987 erfolgt eine Innenrenovierung der Kirche und Restaurierung ihrer historischen Ausstattung und Installation einer neuen Heißluftheizungsanlage.

Im Jahr 2014/2015 wurde eine umfassende Außenrenovierung der Kirche durchgeführt.

Die Glocken

In der Lipplinger Kreuzkapelle rief von alters her eine kleine Glocke zum Gebet und Gottesdienst.

Für die neue Kirche wurden 1901 zwei Glocken in Auftrag gegeben.

1912 erfolgte die Anschaffung eines neuen, schweren Geläutes, bestehend aus drei Glocken und einem manuellen Hebelläutewerk.

1950 erfolgte die Einrichtung des heutigen Glockengeläutes mit der Anschaffung von 3 neuen Glocken. Die Weihe erfolgte am 22.10.1950 im Heiligen Jahr durch Dechant Jeken, Hövelhof, Pfarrer Wellen, Delbrück und den Lipplinger Pfarrer Johannes Marx.

Die Orgel

Die Orgel der alten Kapelle wurde 1901 in die neue Kirche übernommen. 1954 erklang zum ersten Mal die neue aus 18 klingenden Registern und 2 Manualen bestehende Orgel. 1976 wurde die Orgel überholt.

Außenansicht

Pfarrkirche Lippling

Innenansicht

Pfarrkirche Lippling

Anschrift

Zur alten Kapelle
33129 Delbrück

Anfahrt

Barrierefreiheit

Zugang für Rollstuhlfahrer

Alle Eingänge bieten einen ebenerdigen Zugang zum Kirchschiff.

 

Öffnungszeiten

Die Pfarrkirche ist täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Zugang ist in dieser Zeit über den Seiteneingang möglich. Hier erhalten Sie den Pfarrbrief, können Opferkerzen entzünden und zum Gebet verweilen.

Für Gruppen öffnen wir die Kirche jederzeit gern. Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro in Lippling oder an das Zentralbüro.

WC

Ein WC befindet sich seitlich der Friedhofskapelle. Der Zugang ist während der Gottesdienste geöffnet und von außen zugänglich.

Küster

Den Küsterdienst versehen:

 
 

Anschrift

Pastoraler Raum Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof
Kirchplatz 8
33129 Delbrück

Kontakt

Telefon: 05250 53212
Telefax: 05250 9369909
E-Mail senden »
Notfallhandy »