Filialkirche St. Josef Anreppen

Geschichte der Kirche

Der Name des Anreppener Ortsteils Leste taucht bereits um 1131 in schriftlichen Quellen auf; das Dorf Anreppen wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1250 erwähnt.

Anreppen gehört als Filialgemeinde zu der Boker Pfarrgemeinde St. Landolinus.

In allen Zeiten war es der Stolz der Bewohner, auch einer kleinen Gemeinde, eine eigene Kirche zu haben. Die Vorgeschichte reicht in den Anfang des 20. Jahrhundert zurück. Uneinigkeit bewirkte, dass zum einem dieses Bauvorhaben zu dem Zeitpunkt nicht durchgeführt wurde, zum anderen gingen die Gläubigen seit Hunderten von Jahren nach Boke zur Pfarrkirche St. Landolinus.

1945 nimmt man die Planung zum Bau einer Kirche in Anreppen wieder auf. Nach langen Verhandlungen wird 1947 das Bauvorhaben von den bischöflichen Behörden und Pastor Schulte genehmigt. 1948 wird der Kirchenbauverein gegründet. Die Pläne erstellt der Architekt Brocklage aus Rietberg. Am 11. März ist der erste Spatenstich und am 23. April die Grundsteinlegung unter dem Leitwort:

To Häergotts Ehr, to Menschen Fiar.
(Dem Herrgott zur Ehr, den Menschen zur Freude.)

Die Gemeinde zählt zu dieser Zeit 800 Gläubige, muss für Material und Löhne spenden und in Eigenleistung mitarbeiten. In der schwierigen Nachkriegszeit mit der Währungsreform gelingt es dann doch, auch mit Hilfe der Nachbargemeinden, weiter zu bauen und im Januar 1949 das Richtfest zu feiern. Nach der Fertigstellung des Daches und dem Innenausbau ist alles zum Kirchweihfest gerichtet. Sakrale Sachen, wie Tabernakel, Kreuz, Leuchter, Gefäße und Messdienerröcke werden gespendet. Mit einem feierlichen Levitenamt am 30. Oktober 1949 begeht Herr Generalvikar Dr. Rintelen das erste Messopfer, assistiert von Herrn Pastor Schulte und Herrn Vikar Durstewitz und segnet die Kirche zu Ehren des Hl. St. Josef.

Entstanden ist eine einfache, moderne Kirche, die sich mit ihrem Baustil gut in die Lippeniederungen mit den umliegenden Bauernhöfen einpasst. Der flache Bau mit den schmalen Seitenschiffen gibt den Blick frei zu einem erhöhten Chor aus Solnhofer Platten mit einem Altar aus fränkischem Marmor, der durch hohe Fenster an der Südseite von Licht durchflutet wird. Fünf schlichte Säulen tragen an jeder Seite unter romanischen Rundbögen die Last des Gemäuers.

Einen Glockenturm besaß die Kirche zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

1956 wird das Gotteshaus kostenlos an das Pastorat Boke abgegeben und der Kirchenbauverein aufgelöst. 1959 wird mit Eigenleistung und Spenden die Sakristei angebaut. 1960 erklingt zum ersten Mal die neue Orgel, 1968 wird die Kirche renoviert. Der Chor erhält einen Belag aus grünem Juramarmor und einen neuen Altartisch, darüber hängt ein neues Kreuz. Kanzel und Kommunionbank fallen weg.

Der Patron der Kirche ist St. Josef.

1996 wird die Kirche erneut renoviert. Der Blick fällt nun durch einen Rundbogen auf den Chor. Das Kreuz erhält seinen Platz an der Wand hinter dem Alter. Ein neuer Innenanstrich und die Beleuchtung an den Seitenwänden lassen nun den Kirchraum im neuen Glanz erstrahlen.

1997 wird der Wunsch von Pfarrer Aloys Maas und der Gemeinde wahr, der Kirchturm wird angebaut. Auf der Kirchturmspitze ist nun über einem Kreuz ein goldener Hahn schon von weitem sichtbar. Ein weiteres Kreuz ziert nun auch die Spitze des Giebels auf einem Steinsockel. In der Glockenstube des Kirchturms hängen drei Glocken, deren Klang zur Eucharistiefeier einlädt. Zur West- und Südseite zeigen mannshohe Uhren die Zeit und lassen sie noch weit entfernt über die Glocken hören. Am 31. August wird der Kirchturm von Weihbischof Drewes mit einem Festgottesdienst feierlich geweiht.

Die Glocken

Die größte Glocke heißt St. Josef, wiegt 970 Kg. hat einen Durchmesser von 1,19 Meter und ist auf den Ton e gestimmt. Sie trägt die Inschrift:

Herr unser Gott: Auf die Fürsprache unseres Patrons, des Hl. Josef, schütze unsere Gemeinde und schenke den Verstorbenen das Leben bei dir!
Einig in der Hoffnung
Anreppen 1996


Die mittlere Glocke ist der Mutter Gottes, St. Maria, geweiht. Die Glocke wiegt 654 Kilogramm, misst 1,01 Meter und ist auf den Ton gis gestimmt. Sie trägt die Inschrift:

Herr unser Gott: Auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria erhöre gnädig unsere täglichen Gebete!
Beständig im Glauben
Anreppen 1996


Die kleine Glocke trägt den Namen von St. Aloysius, sie ist 415 Kilogramm schwer, hat einen Durchmesser von 86,5 Zentimetern und trägt die Inschrift:

Herr unser Gott: Auf die Fürsprache des Hl. Aloysius segne unsere Kinder und Jugendlichen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg!
Tätig in der Liebe
Anreppen 1996

Anschrift

Im Dorfe
33129 Delbrück

Anfahrt

Barrierefreiheit

Zugang für Rollstuhlfahrer

Die Eingänge bieten einen ebenerdigen Zugang zum Kirchschiff.

 

Öffnungszeiten

Die Kirche ist zu den Gottesdiensten geöffnet.

Der Zugang in das Kirchenschiff ist vor und nach den Gottesdiensten möglich. Für Gruppen öffnen wir die Kirche jederzeit gern. Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro in Boke oder an das Zentralbüro.

Küster

Den Küsterdienst versehen:

 
 

Anschrift

Pastoralverbund Delbrück
Kirchplatz 8
33129 Delbrück

Kontakt

Telefon: 05250 53212
Telefax: 05250 9369909
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